Und zum Wochenende noch mal was Erfrischendes...
Freitag, 17. April 2009
Mittwoch, 15. April 2009
Potsdamer Ostern
Potsdam ist eine Insel, das wissen die wenigsten (ich vorher auch nicht).
Aber Maréns Papa weiß das, schließlich hat er so ziemlich sein ganzes Leben da verbracht.
Zeit, dass er uns "sein" Potsdam mal zeigt. Ostersamstag brachen wir auf... (naja, genauer gesagt ließen wir uns abholen, weil wir den Termin im wahrsten Sinne des Wortes verpennt hatten)
Bevor man nach Potsdam kommt, muss man erstmal über Wasser.
Sagenumwoben und immer noch ein wenig geheimnisvoll: Die Glienicker Brücke, die Berlin und Potsdam verbindet. Hier fanden die berühmten Agentenaustauschs zwischen Ost und West im Kalten Krieg statt. Die entsprechende weiße Querlinie in der Mitte ist zum Teil sogar noch zu sehen (allerdings nicht auf diesem Bild, da sieht man nur die Straßenmarkierung.)

Das Belvedere auf dem Potsdamer Pfingstberg. Wie der Name schon sagt: Schön schauen is everything. Das war schon vor über 200 Jahren so, als die Preußen das protzige Teil da hingeklotzt haben. Zu DDR-Zeiten lag es teilweise in Trümmern und galt als unheimlich, weil abgelegen und direkt hinter dem russischen Besatzerviertel, dem man lieber nicht zu nahe kam. Potsdamer Kids wie Maréns Papa diente das halb verbotene Areal erst als Abenteuerspielplatz, später dann als Flirttreffpunkt.

Ernstes Thema: Im früheren "KGB-Städtchen", der einst streng abgesicherten russischen Sperrzone mitten in der Potsdamer "Berliner Vorstadt", lag die Leistikowstraße. Und in deren Haus Nummer 1 residierte der russische Geheimdienst und verhörte, folterte und inhaftierte deutsche wie russische Systemgegner oder solche, die es hätten sein können. Heute ist man dabei, den Ort zu einer Gedenkstätte auszubauen. Spontan haben wir uns einer Führung angeschlossen...

In Zellen wie dieser wurden gleich mehrere Häftlinge eingesperrt. Platznot zählte zu den subtileren Foltermethoden, wie uns die (manchmal etwas überengagierte) junge Führerin (wahrscheinlich Geschichtsstudentin mit Quellengenauigkeitswahn) wissen ließ.

Stärkung am Wasser, im Biergarten der Meierei an der Havel...

... und ein Besuch im Schloss Cecilienhof, wo im Sommer 45 während der Potsdamer Konferenz die Aufteilung Deutschlands beschlossen wurde (insofern stehen Ostlerin und Westler hier als potenzielles - wenngleich etwas abgekämpftes - Reunification-Symbol...;-)

So viel zu unserem kleinen österlichen Bildungsausflug...
Was gibt's Neues im Westen?
Aber Maréns Papa weiß das, schließlich hat er so ziemlich sein ganzes Leben da verbracht.
Zeit, dass er uns "sein" Potsdam mal zeigt. Ostersamstag brachen wir auf... (naja, genauer gesagt ließen wir uns abholen, weil wir den Termin im wahrsten Sinne des Wortes verpennt hatten)
Bevor man nach Potsdam kommt, muss man erstmal über Wasser.
Sagenumwoben und immer noch ein wenig geheimnisvoll: Die Glienicker Brücke, die Berlin und Potsdam verbindet. Hier fanden die berühmten Agentenaustauschs zwischen Ost und West im Kalten Krieg statt. Die entsprechende weiße Querlinie in der Mitte ist zum Teil sogar noch zu sehen (allerdings nicht auf diesem Bild, da sieht man nur die Straßenmarkierung.)
Das Belvedere auf dem Potsdamer Pfingstberg. Wie der Name schon sagt: Schön schauen is everything. Das war schon vor über 200 Jahren so, als die Preußen das protzige Teil da hingeklotzt haben. Zu DDR-Zeiten lag es teilweise in Trümmern und galt als unheimlich, weil abgelegen und direkt hinter dem russischen Besatzerviertel, dem man lieber nicht zu nahe kam. Potsdamer Kids wie Maréns Papa diente das halb verbotene Areal erst als Abenteuerspielplatz, später dann als Flirttreffpunkt.
Ernstes Thema: Im früheren "KGB-Städtchen", der einst streng abgesicherten russischen Sperrzone mitten in der Potsdamer "Berliner Vorstadt", lag die Leistikowstraße. Und in deren Haus Nummer 1 residierte der russische Geheimdienst und verhörte, folterte und inhaftierte deutsche wie russische Systemgegner oder solche, die es hätten sein können. Heute ist man dabei, den Ort zu einer Gedenkstätte auszubauen. Spontan haben wir uns einer Führung angeschlossen...
In Zellen wie dieser wurden gleich mehrere Häftlinge eingesperrt. Platznot zählte zu den subtileren Foltermethoden, wie uns die (manchmal etwas überengagierte) junge Führerin (wahrscheinlich Geschichtsstudentin mit Quellengenauigkeitswahn) wissen ließ.
Stärkung am Wasser, im Biergarten der Meierei an der Havel...
... und ein Besuch im Schloss Cecilienhof, wo im Sommer 45 während der Potsdamer Konferenz die Aufteilung Deutschlands beschlossen wurde (insofern stehen Ostlerin und Westler hier als potenzielles - wenngleich etwas abgekämpftes - Reunification-Symbol...;-)
So viel zu unserem kleinen österlichen Bildungsausflug...
Was gibt's Neues im Westen?
Freitag, 27. März 2009
Extreme Shepherding
Werbung ist doch was Schönes, jedenfalls richtig gut gemachte bzw. komplett abstruse:
Wundervoller Clip!
Wundervoller Clip!
Montag, 23. März 2009
Mittwoch, 18. März 2009
La Belle Dame Sans Merci
Auf meinen mittäglichen Spaziergängen fahre ich gern mit der U6 zwei Stationen Richtung Kreuzberg, quasi in meine alte Heimat, steige Kochstraße aus und spaziere selbige westwärts bis zum Plus-Markt, wo ich dann was zu essen oder so einkaufe.
Dabei komme ich stets an dieser äußerst stillen Dame vorbei, die vor einem kleinen Modeladen abseits der Besucherströme des Checkpoint Charlie auf Kunden wartet und ab und zu sogar ihr Outfit ändert.
Irgendwie verzaubert sie einen, diese postmoderne Circe, sodass man quasi als verwandeltes Schweinchen durch die schmutzigen grauen Gänge des Plusladens wandert und sich ob der Wirkung von ins Straßenbild integrierter Schaufensterpuppen und, natürlich, der eigenen Vergänglichkeit irgendwelche wirren, unzulänglichen Gedanken macht und dabei zwischen Melancholie und Euphorie ziellos umherirrt.
I saw pale kings and princes too,
Pale warriors, death-pale were they all;
They cried—“La Belle Dame sans Merci
Hath thee in thrall!”
Ach, John Keats und sein unsterbliches Poem.
Natürlich mangelt es der schönen Plastikdame an Mitleid, möchte man sagen, es mangelt ihr ja zwangsläufig an allem Menschlichen.
Außer an der Gabe, Melancholie zu erzeugen.
Ist ja auch was.
Wünsche schönes Frühlingserwachen allerseits
Mittwoch, 11. März 2009
Billy Hausmusik
ein kleines Zwischenhallo aus Berlin. Habe in der ZEIT diesen schönen Artikel über Guitar Hero und "die neue Hausmusik" gelesen. Musste schmunzeln.
An der Umzugsfront sieht es jetzt so aus, dass wir seit gestern wieder Fernsehen haben und am Wochenende den ersten obligatorischen Ikea-Horrortrip hinter uns gebracht haben (ein zweiter dürfte bald folgen - ob man's glaubt oder nicht, ausgerechnet das Ikea-Urgestein Billy war ratzekahl ausverkauft!).
Demnächst auch mal ein paar Bilder, bislang ist immer noch Chaos...
so long, u
Dienstag, 3. März 2009
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